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Dank der Unterstützung engagierter Sponsoren konnten wir zahlreiche Kinder stark machen

– etwa durch unser beliebtes Theaterprojekt „Mein Körper gehört mir!“, die mobile Kinderschutzausstellung „Der Kinderschutzschirm-Weg“ oder die Hausaufgabenhilfe für benachteiligte Kinder. Mit jeder Spende wird eine sichere und respektvolle Zukunft für Kinder in Gladbeck möglich.

Mut, Vertrauen, Neubeginn – Wie der Kinderschutzbund OV Gladbeck Kinder stärkt und Familien Hoffnung gibt.

Erfolgsstory´ s aus der Praxis:

Warum sind die Angebote des Kinderschutzschirms – Prävention gegen sexualisierte Gewalt so lebenswichtig?
Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist ein gravierendes gesellschaftliches Problem. Studien zeigen, dass 75 % der Taten im nahen sozialen Umfeld der Kinder stattfinden. In Deutschland sind statistisch 3 bis 5 Kinder pro Schulklasse betroffen. 

Wenn Prävention Leben verändert:
Wie wichtig diese Arbeit ist, zeigt ein Beispiel aus unserer Praxis:
Nach einer Aufführung vertraute sich ein Junge seiner Lehrerin an und berichtete, dass sein Stiefvater ihn sexuell missbraucht hatte. Erst durch das Theaterstück fand er die Worte und den Mut, darüber zu sprechen. Schon in der ersten Klasse hatte er Andeutungen gemacht – doch damals wurde er nicht ernst genommen.
Viele Kinder schweigen – aus Scham, Angst, Schuldgefühlen oder weil sie gar nicht wissen, dass sie ein Recht auf Hilfe haben. 

Der Kinderschutzbund Ortsverband Gladbeck (DKSB) setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, Kinder zu stärken, aufzuklären und Täter*innen keine Chance zu geben. Mit der Gründung des „Kinderschutzschirms“ im Jahr 2020 haben wir unsere Präventionsarbeit gebündelt, um noch mehr Kinder in Gladbeck zu erreichen – bevor Gewalt passiert. 

Prävention, die Kinder stärkt 

Ein zentrales Projekt unserer Arbeit ist das Präventionstheater „Mein Körper gehört mir!“, das seit 1999 in Kooperation mit der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück durchgeführt wird. 

Dieses bewährte, interaktive Theaterformat vermittelt Grundschulkindern auf altersgerechte und einfühlsame Weise wichtige Botschaften: 

  • Selbstbestimmung: Jedes Kind entscheidet selbst, wer seinen Körper berühren darf – ob beim Arzt, im Sportverein oder im Familienkreis.
  • Grenzen setzen: Ein klares „Nein!“ oder „Stopp!“ ist erlaubt – und Erwachsene müssen das Respektieren.
  • Hilfe holen: Kinder lernen, wem sie vertrauen können und wo sie Unterstützung finden.
  • Keine Schuldgefühle: Kinder verstehen, dass sie niemals schuld sind, wenn jemand ihre Grenzen verletzt.
  • Gefühle ernst nehmen: „Wenn sich etwas komisch anfühlt, darf ich Nein sagen – auch bei Erwachsenen.“

Das Theaterstück ist interaktiv und kindgerecht gestaltet:
Die Kinder singen mit, spielen Szenen nach und üben gemeinsam, wie sie sich in unangenehmen Situationen verhalten können. So wird Prävention erlebbar – und bleibt nachhaltig im Gedächtnis.

Die Geschichte von dem Jungen macht deutlich:
Prävention kann Kinder stärken, ihnen eine Stimme geben – und Leben verändern.

Erfolgsgeschichte: Ein Junge findet seinen Weg – Begleitung durch den Kinderschutzbund Gladbeck

Herausforderung:
T., ein Grundschüler aus der dritten Klasse, fiel in der Hausaufgabenbetreuung durch starke Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten und große Probleme beim Lesen und Schreiben auf. Gespräche mit Eltern, Lehrkräften und Betreuern zeigten: der Junge hatte Angst vor der Schule, wurde oft gehänselt und hatte durch den hohen Medienkonsum (3–5 Stunden täglich) kaum noch Zugang zu strukturiertem Lernen. Der Kinderschutzbund hat daraufhin sofort reagiert. 

Unser Weg:
Der Kinderschutzbund Gladbeck begleitete T. und seine Familie engmaschig:

  • Vernetzung: Wir organisierten den Austausch zwischen Eltern, Lehrkräften und Fachstellen, um ein ganzheitliches Bild von T. Bedürfnissen zu erhalten.
  • Diagnostik: Gemeinsam mit einer Beratungsstelle und einer psychotherapeutischen Praxis wurden Testungen durchgeführt. Das Ergebnis:  Ein dringender Handlungsbedarf bei Leseverständnis, Tagesstruktur und Medienkonsum.
  • Empowerment: Auf Basis der Empfehlungen (u.a. feste Tagesabläufe, Bewegung, reizarme Lernumgebung) unterstützten wir die Familie bei der Umsetzung – etwa durch die Suche nach einem Sportverein und das Angebot „Sprache verbindet“.
  • Schulische Begleitung: Im engen Dialog mit der Lehrerin wurden individuelle Lernstrategien entwickelt, um T. Fortschritte zu fördern.

Erfolge:

  • T. Leseverständnis und Konzentration verbessern sich Schritt für Schritt.
  • Die Familie hat Zugang zu passgenauen Hilfsangeboten und setzt diese um.
  • Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten entsteht ein tragfähiges Netzwerk, das T. langfristig stärkt.

Ausblick:
Der Kinderschutzbund Gladbeck bleibt an der Seite von T. und seiner Familie. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass T. Selbstvertrauen gewinnt, seine schulischen Herausforderungen meistert und Freude am Lernen findet.

„Jedes Kind hat das Recht auf Förderung und Teilhabe. T. Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig Brücken zu bauen – zwischen Familie, Schule und Fachstellen.“
Diese Erfolgsgeschichte entstand in enger Abstimmung mit allen Beteiligten und steht stellvertretend für die vielen Kinder und Familien, die wir täglich begleite

 

Erfolgsstory: Ein neuer Anfang – Mut, Unterstützung und Selbstbestimmung

Im Rahmen unseres Brückenprojekts „Spiel- und Sprachinsel“ beim DKSB Gladbeck wandte sich eine Mutter vertrauensvoll an eine arabischsprachige Mitarbeiterin. Sie berichtete von starken Einschränkungen in ihrem Alltag: Ihr Ehemann bestimmte über ihr Leben und das ihrer Tochter. So durfte das Mädchen weder schwimmen lernen noch Kleidung wie Röcke oder kurze Hosen tragen. Die Mutter selbst musste jederzeit für ihren Mann verfügbar sein und seinen Anweisungen folgen.

Besonders belastend war die Situation, weil der Mann die Pässe von Mutter und Tochter einbehielt und regelmäßig mit Abschiebung drohte. Diese Form von Kontrolle und Angst machte es der Mutter lange schwer, Hilfe zu suchen.

Durch die einfühlsame Begleitung im Projekt konnte Vertrauen aufgebaut werden. Die pädagogische Leitung organisierte daraufhin einen Besuch in einer Frauenberatungsstelle, an dem der gesamte Sprachkurs teilnahm. Dort erhielten die Frauen wichtige Informationen über ihre Rechte in Deutschland und die bestehenden Schutzmöglichkeiten.

Viele Teilnehmerinnen – so auch diese Mutter – berichteten von negativen Erfahrungen mit Behörden in ihren Herkunftsländern. In ihrem Fall hatte die Polizei einst nicht geholfen, sondern den Ehemann unterstützt. Umso wichtiger war die Erkenntnis, dass staatliche Institutionen in Deutschland auch Frauen schützen und unterstützen.

Gestärkt durch dieses Wissen und die kontinuierliche Begleitung durch den Kinderschutzbund traf die Mutter eine mutige Entscheidung: Sie trennte sich von ihrem Mann und fand Schutz in einem Frauenhaus. Schritt für Schritt baute sie sich ein selbstbestimmtes Leben auf – sie holte ihren Schulabschluss nach und erwarb einen Führerschein.

Heute lebt sie mit ihrer Tochter in Sicherheit. Ein besonders bewegender Moment: Ihre Tochter durfte endlich schwimmen lernen – ein Stück Freiheit und Normalität, das zuvor undenkbar war.

Diese Geschichte zeigt, wie wichtig niedrigschwellige Angebote, Vertrauen und Aufklärung sind. Sie machen Mut und eröffnen neue Perspektiven – für ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit.

Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, die solche Wege möglich machen.

 

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